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Politik
Nationale Identität
Realität und Illusion
von Manuel J. Alt
Was eint uns als Deutsche? Was unterscheidet die Deutschen von den Franzosen, den Briten oder den Russen? Und wie sind Deutsche, Franzosen usw. überhaupt zu National-Völkern geworden?
In der modernen Welt ist es eine grundlegende Bestimmung der Menschen, einer Nation anzugehören; mehr noch: Die Vorstellung, dass die Individuen Lebens-, Denk- und Verhaltensweisen verkörpern, die als typisch für ihr Land gelten, ist weit verbreitet. „Die haben einfach eine andere Mentalität als wir“ – ein oft gehörter Satz, bei dem jeder weiß, dass damit die Eigenschaften von Inländern und Ausländern gegenübergestellt werden. Das „wir“, das in diesem Satz enthalten ist, bezeichnet das nationale „wir“: Wir sind ein Volk, wir waren mal Papst, wir haben den Krieg verloren, wir haben zu viele Schulden gemacht... Und so weiter, und so fort. Ja, irgendetwas scheint dran zu sein an dem „wir“, das im 21. Jahrhundert nicht nur in Deutschland, sondern so ziemlich überall auf der Welt zu Hause ist. Aber was?
Das Buch geht der Frage nach, was "dran" ist an den Vorstellungen kulturell prägender nationaler Identitäten. Exemplarisch am Beispiel der Deutschen wird geprüft, wie die Merkmale von Nationalvölkern entstehen und warum es diese gibt.